65. Literaturtagung
SCHREIBENLERNEN IN WIDERSPRÜCHEN
Regeln / Konventionen / Wertung – Kreativität / Emanzipation / Freiheit
SCHREIBENLERNEN IN WIDERSPRÜCHEN
Regeln / Konventionen / Wertung – Kreativität / Emanzipation / Freiheit
„HeimatLand“ – Zur Modernität des Ruralen
BILD/POLITISCH/HANDELN
Tagung des IÖK in Kooperation mit KPH Wien/Niederösterreich und VGA
75. Historikertagung des Instituts für Österreichkunde
2.-3. Oktober 2025
St. Pölten, Bildungshaus St. Hippolyt
FRIEDENS-VORSTELLUNGEN
Literatur • Frieden • Bildung
„Österreich vermitteln“ – Geschichtsdidaktik zwischen Schule und Museum
Maria Lehner alias Maria Dippelreiter
Moderation: Botschafter Dr. Christian Prosl
Zeit: 2. Oktober 2023 um 18.30 Uhr
Ort: Institut für Österreichkunde, Hanuschg.3/Stg. 4/1. Stock
Download: Dippelreiter_02.10.2023
Industriekultur - Bewahren, erforschen, vermitteln
Zeit: 1. - 2. Dezember 2023
Ort: Historische Werksküche, Wilhemsburger Geschirr- Museum, 3150 Wilhelmsburg, Färbergasse 11
Download:
Künstlerische Praxen der Vergegenwärtigung
Zeit: 16. - 17. November 2023
Ort: Bildunghaus St. Hippolyt, 3100 St. Pölten, Eybnerstr. 5
Download: Praxen_Programm__17.10.23_.pdf
100 Jahre Kulturerbe Niederösterreich.
Zeit: 7. - 8. Oktober 2022,
Ort: Campus Krems (Audimax)
Programm 100 Jahre Kulturerbe NO
Stoffe des Erzählens. Materialität, Verkörperung, Performanz.
Zeit: 24. - 26. November 2022,
Ort: Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten.
„Stoffe“ sind inhomogene, sinnlich erfahrbare und damit berührende Gewebe, die eine Brücke schlagen zwischen der Dingwelt, über die wir gemeinhin zu verfügen meinen, und der imaginativen Welt, die fernab der Realität im Geist verortet scheint. Wir können als menschliche Wesen allerdings keine Geschichten im Nichts entstehen lassen, wir bedürfen dazu des Materials, aus dem wir diese erst herausspinnen, zusammenstricken oder einwickeln müssen. Das mündliche Erzählen besitzt eine dominante „materielle“ Seite, die uns noch heute ganz selbstverständlich gegenübertritt und entgegenschallt: der Einsatz von Körper, Stimme, Mimik, die Miteinbeziehung von Gegenständen in der näheren Umgebung und so fort – all das verweist auf den „Stoff“, der die Geschichte trägt und in dessen Gewand sie gekleidet ist. Eine Geschichte vorzulesen oder gar zu inszenieren hat den Charakter einer Performance, manchmal auch performativen Charakter. All das gilt gleichermaßen für das Erzählen in Bildern und Schrift, auch wenn sich das Material hier weniger aufzudrängen scheint und wir es gewohnt sind, den „Plot“ zusammenzufassen, wenn wir den „Stoff der Geschichte“ benennen wollen. Es war jedoch von den Anfängen der Literalität an entscheidend, welchen Materials sich die Menschen bedient haben, um ihre Botschaften an andere, die zeitlich oder räumlich entfernt waren, zu übermitteln und dieses Medium war und ist – so phrasenhaft das viele Jahre nach McLuhan auch klingen mag – damals wie heute vom Inhalt nicht zu trennen. In den Anfangszeiten der Literatur, als das Material noch ein knappes Gut war und manchmal bereits die Initiale einer Erzählung eine ganze künstlerisch ausgestaltete Welt enthielt, war das Wissen darum wohl noch stärker präsent. Später hat es sich abseits der Wissenschaften – und mitunter auch in diesen – nahezu verloren, allerdings treten die Kategorien „Materialität, Verkörperung und Performanz“ in der postmodernen Welt wieder deutlicher in den Vordergrund und jüngere kulturwissenschaftliche Strömungen wie der „spatial turn“ oder der „material turn“ legen davon begriffliches Zeugnis ab.
Wiewohl Bild-Erzählungen und virtuelle Räume das Leben unserer Schülerinnen und Schüler massiv beeinflussen, ist uns Lehrenden diese Seite der Rezeption, die in der Produktion von Kunstwerken meist stärker erfahren wird, oft nicht bewusst oder wir wissen sie nicht zu beschreiben. Aus eben diesem Grund ist die 61. Tagung des Instituts für Österreichkunde den „Stoffen“ des Erzählens gewidmet. Wir wollen dabei Fragen in den Mittelpunkt stellen wie jene, woraus dieses Gewebe gemacht ist, das im Medium der Schrift, des Bildes, der performativen Künste oder des Virtuellen Geschichten flicht und dabei Greifbares und Unantastbares, Gegenstand und Imagination, Objekt und Subjekt miteinander verknüpft. Nicht zuletzt sollen im Prozess dieses Fragens auch Kunstschaffende zu Wort kommen, die von der Produktionsseite aus von der (Selbst-)Bestimmung des Materials, der Formen und der Verkörperung erzählen können.
Download: 61._Literturtagung.pdf
Marchegg, das Marchfeld und das Werden Mitteleuropas.
Zeit: 22. - 23. September 2022,
Ort: Schloss Marchegg
Download: 71._Historikertagung.pdf
Die Frage nach dem Wahren, Guten und Schönen in virtuellen Räumen.
Die Frage nach dem Wahren, Guten und Schönen in virtuellen Räumen. Neue Formen fiktionalen Erzählens und deren ethische Implikationen im digitalen Zeitalter.
ZEIT: 18.-19.11.2021
ORT: digital über moodle.
Download: 2021_Melk_Folder_online.pdf
100 Jahre Burgenland.
ZEIT: 26.11.2021
ORT: digital über zoom
Download: 100_Jahre_Burgenland_-_Programm.pdf
Alte und Neue Archive – Sammeln und Archivieren im Postdigitalen Zeitalter.
ZEIT: 3.12.2021,
ORT: digital über zoom
Download: Programm_O.pdf
Veranstaltung des Instituts für Österreichkunde in Kooperation mit der Donau-Universität Krems
Veranstaltungssaal Kolpinghaus Campus Krems und digital über zoom
Wissenschaftliche Leitung:
Univ. Prof. Dr. Anja Grebe
Veranstalter:
Institut für Österreichkunde in Kooperation mit der Donau-Universität Krems
Download: Kulturerbe_und_Digitalisierung.pdf
Gemeinsam mit dem Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der PH Niederösterreich
Tagungsort: Bildungshaus St. Hippolyt, 3100 St. Pölten, Eybnerstr. 5
Datum: Freitag, 30. bis Samstag, 31. Oktober 2020
Download: 67_Historikertagung.pdf
Einladung zum Vortrag von em. o. Univ. Prof. Dr. Hanns Haas
Begrüßung:
Dr. Emil Brix, Direktor der Diplomatischen Akademie Wien
Moderation:
Univ. Prof. Dr. Ernst Bruckmüller, Institut für Österreichkunde
Zeit: Montag, 20. Mai 2019, um 19.00 Uhr
Ort: Festsaal der Diplomatischen Akademie Wien
1040 Wien, Favoritenstraße 15A
Die Pariser Friedenskonferenz hat das habsburgische Vielvölkerreich in ein Konglomerat von Nationalstaaten, unter ihnen Österreich, verwandelt. Gewiss lässt sich die Entscheidungsfindung der Friedenskonferenz als Abgleichung von europa- und weltpolitischen Interessen der großen Player Frankreich, Großbritannien, Italien und den USA nachzeichnen. Es ist die „Logik der Mächte“, die bei einer solchen strukturgeschichtlichen Betrachtung zum Maßstab wird. Welche Rolle aber spielt für die „Friedensmacher“ (Harold Nicolson) die Produktion und Verarbeitung von Österreichbildern, wie sind diese Bilder in diskursiven Prozessen der Kriegs- und Nachkriegszeit entstanden, wie wurden sie einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt, und vor allem, wie wurden sie im kommunikativen Kontext der Friedenskonferenz interpretiert und umgeformt? Die ideengeschichtliche Forschung hat sich in erster Linie mit den intellektuellen Entwürfen (Steed, Seton-Watson, Eisenmann, Masaryk) und mit ideologischen Vorgaben (Wilsons 14 Punkte, Lenins Nationalitätenprogramm usf.) befasst. Ausführlich diskutiert wurde der unterschiedliche Bedeutungsgehalt von „Selbstbestimmung“ je nachdem als demokratisches oder als nationales Anliegen. (Hölzle) Eine Auswertung der zeitgenössischen Quellenbefunde erlaubt darüber hinaus die empirische Sichtung tief verinnerlichter emotionaler Werthaltungen, mentaler Einstellungen zu Geschichte und Raum, artifiziell gezeichneter Heterostereotypen. Das Referat versucht nachzuzeichnen, wie diese „Perzeptionen, Images und Verhaltensmuster“ (G. Niedhart) in der Entscheidungsfindung der Friedenskonferenz dazu beitragen, „Interessen“ zu definieren.
O. Univ. Prof. i. R. Dr. Hanns Haas, geb. 1943 in Hörn, NÖ, Studium in Wien, Salzburg und Prag; von 1995 bis 2011 Prof. an der Univ. Salzburg. Arbeitsbereiche: Regionale Gesellschafts- und Kulturgeschichte, Bürgertum im 19. und 20. Jhdt., Nationalbewusstsein und Volksgruppenfragen, Internationale Beziehungen zur Zwischenkriegszeit.
Wir freuen uns, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen!
Download: Haas_Vortrag_20.05.2019.neu2-1.pdf
66. Historikertagung
in Kooperation mit der Universität Krems
Ort: Skyline, Wiener Neustadt
Datum: Do-Fr 3.-4.10.2019
Beginn: 3.4., 14-18 Uhr (+ Abendprogramm NÖ Landesausstellung); 4.4., 9-18 Uhr
Programm in Planung
Kurzbeschreibung:
Das 19. Jahrhundert gilt als Gründungsjahrhundert des modernen Museums. Neben den großen, in den Metropolen angesiedelten National- und Landesmuseen entstanden vielerorts von Bürgern initiierte Stadt- und Regionalmuseen. Die niederösterreichischen Stadtmuseen in Wiener Neustadt (gegründet 1824), Retz (gegründet 1833) und Baden (Rollett-Museum, Museumsgründung 1806/10, Stadtmuseum seit 1867), zählen sogar zu den frühesten derartigen Museumsgründungen im deutschsprachigen Raum.
Die international ausgerichtete Tagung zeigt die große Bedeutung, welche die Stadtmuseen für die Geschichte der Museen und des kulturellen Bewusstseins, die Ausbildung kommunaler und nationaler Identität, aber auch als Motoren vonBildung und wissenschaftlicher Entwicklung hatten und haben. Neben den Institutionen geht es besonders um die Akteure, die sich gemeinsam dem Sammeln, Bewahren, Erforschen, Ausstellen und Vermitteln von Kulturerbe verschrieben hatten. Wer waren die Sammler, Museumsinitiatoren, Besucher und Kustoden und was macht das „Erfolgsmodell Stadtmuseum“ aus? Und wie können wir uns heute mit den Museen, ihrer Geschichte und ihren Beständen beschäftigen?
59. Literaturtagung der Reihe MittelLiteraturPunkt
21. bis 23. November 2019, Stift Melk, Niederösterreich
Veranstalter:
Institut für GermanistikAECC,Abteilung für Fachdidaktik (Universität Klagenfurt) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Österreichkunde
Wissenschaftliche Leitung:
Artur R. Boelderl, Nicola Mitterer und Hajnalka Nagy (alle: Universität Klagenfurt)
Organisation und Anmeldung:
Birgit Dörfl, Institut für Österreichkunde, Hanuschgasse 3/III, A-1010 Wien
Tel./Fax: *43/1/512 79 32, E-Mail: ioek.wirtschaftsgeschichte(at)univie.ac.at
PROGRAMM
Donnerstag, 21. November 2019
ab 13.00 Anreise
Literatur und Schule – Versuche über eine schwierigen Beziehung
14.00 Nicola Mitterer,Hajnalka Nagy: Eröffnung
14:30 Juliane Köster (Universität Jena): „Guter Literaturunterricht“ im Spannungsfeld von Ästhetischer Bildung, Kompetenzorientierung und Literarischer Wertung
15:10 Juliane Köster (Universität Jena): Literaturdidaktische Konzeptionen und ihre Anwendungen in der schulischen Praxis
15:30 Diskussion
16:00 Kaffeepause
16.30 Michael Baum (Karlsruhe):Der Widerstand gegen Literatur. Dekonstruktive Lektüren zur Literaturdidaktik
17.10 Artur R.Boelderl (Klagenfurt): Literaturdidaktik. Zum Verhältnis von Theorie und schulischer Praxis in der Schule der Dekonstruktion
17.30 Diskussion
18.00 Abendessen
19.00 Lesung mit Terézia Mora
Freitag, 22. November 2019
Das Ganze Denken: Literaturdidaktik – Identität – Ethik
9:00 Johannes Odendahl (Innsbruck): Zum Verhältnis von Literatur, Musik und ästhetischer Bildung
9:40 N.N.: Johannes Odendahls literaturdidaktische Theorie in der schulischen Praxis
10.00 Diskussion
10.30 Kaffeepause
11.00 Julia Malle (Wien): Zum Verhältnis zwischen Theorie, schulischer Praxis und
universitärer Ausbildung.
11.40 Diskussion
12.15 Mittagessen
Resonanzräume: Ästhetische Erfahrungen in Bild und Text
14.00 Nicola Mitterer (Klagenfurt): Fremde Literatur. Grundzüge einer Responsiven Literaturdidaktik
14.40 Verena Kreuzberger (Graz):Responsive Literaturdidaktik und die Comicromane Hans-Jürgen Feldhaus‘ in der schulischen Praxis
15.00 Diskussion
15.30 Pause
16.00 Christina Griebel (Karlsruhe): Zeit, ästhetische Erfahrung und Bilder in Büchern
16.40 Armin Kaster (Düsseldorf): Die Kunst der Vermittlung. Über künstlerisches Arbeiten mit Kindern und die Schriftsteller
17.00 Diskussion
18.00 Abendessen
19:00 Werkstattgespräch mit Linda Wolfsgruber: Jedes Buch ist anders. Über die
Gemachtheit von Bilderbüchern
Samstag, 23. November 2019
Literaturdidaktik als/und Kulturvermittlung?
9.00 Markus Pissarek (Klagenfurt): Literatursemiotik und Kompetenz. Eine theoretische Fundierung literarischen Lernens
9.40 Therese Scheubeck (Passau): Kompetenzorientierte literaturdidaktische Theorie in der schulischen Praxis
10.00 Diskussion
10.30 Podiumsdiskussion: Ja welche Bücher sollen wir denn dann in der Schule lesen? Über die (Un)Notwendigkeit eines Kanons
Der Nieder- und sich bereits abzeichnende Untergang des Literaturunterrichts ist in aller Munde und in Anbetracht aktueller bildungspolitischer Tendenzen, die ausschließlich das exakt Mess- und Operationalisierbare in den Blick nehmen wollen, scheint diese Sorge nicht unberechtigt. Zugänge zu Kultur und Bildung unterliegen jedoch starken Veränderungen und der gerade noch aktuelle Trend verstärkt oft die Kraft gegenläufiger Tendenzen. Wir wollen also im Rahmen dieser Tagung ganz bewusst nicht in das Klagelied um das sukzessive Schwinden literarischer Themen aus dem Deutschunterricht mit einstimmen, sondern uns fragen, wie wir denn Literatur überhaupt und überhaupt noch unterrichten können und sollen.
Basis des Austausches zu diesem Thema ist ein Vortragskonzept, in dessen Rahmen nicht nur WissenschaftlerInnen zu Wort kommen, sondern auch LehrerInnen, die jene theoretischen Konzepte in die Praxis umgesetzt und erprobt haben, die von LiteraturdidaktikerInnen in den vergangenen Jahren entwickelt wurden. Die Tagung wird zum überwiegenden Teil aus Vorträgen bestehen, in denen WissenschaftlerInnen ihre Grundlagen und die daraus resultierenden didaktischen Modelle und Methoden vorstellen. In direkt an diese Vorträge anschließenden Co-Referaten werden dann LehrerInnen, die sich mit den vorgestellten Theorien intensiv auseinandergesetzt und diese in ihren Unterricht integriert haben, von ihren Erfahrungen in den Klassenzimmern berichten. Dabei werden sie auch die Frage reflektieren, weshalb es sich lohnt, Literatur zu unterrichten, neuere Entwicklungen der Literaturdidaktik aufzugreifen und im Rahmen dieser Umsetzung in die Praxis auch weiterzuentwickeln. LehrerInnen aus sämtlichen Schultypen haben auf diese Weise nicht nur die Möglichkeit, auf Basis ihrer Erfahrungshintergründe miteinander in einen Austausch über die unterschiedlichen Möglichkeiten Literatur zu unterrichten, zu treten, sondern auch ihre jeweiligen Wünsche und Bedenken in Bezug auf die Notwendigkeiten und Ansprüche eines zeitgemäßen Literaturunterrichts mit den anwesenden WissenschaftlerInnen zu diskutieren.
Schule und Wissenschaft leben von der Vielfalt, ideologische Machtkämpfe und daraus resultierende Beschneidungen randständiger Positionen haben beiden Bereichen in den vergangenen Jahren geschadet. Diese Tagung möchte dieser Tendenz einer Uniformierung des Denkens und Forschens entgegentreten und es war uns daher ein besonderes Anliegen, Vortragende unterschiedlichster wissenschaftlicher Provenienz gewinnen zu können.
Das Tagungsprogramm wird wie immer von der Lesung eines zeitgenössischen Autors und diesmal auch von einem Werkstattgespräch mit einer bekannten österreichischen Illustratorin abgerundet. Eine Podiumsdiskussion am Ende der Veranstaltung wird Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer Aufwertung des Literaturunterrichts in den kommenden Jahren zur Diskussion stellen.